Manteltarifvertrag energieversorgungsunternehmen

In Finnland werden die möglichen Probleme, die durch die Präsenz verschiedener Gewerkschaften im Energiesektor - der finnischen Metallarbeitergewerkschaft (Metallityöväen liitto, Metalli), der finnischen Elektroarbeitergewerkschaft (Sähköalojen ammattiliitto) und der Gewerkschaft für den kommunalen Sektor (Kunta-alan ammattiliitto, KTV) - aufgeworfen werden. , schließen sich die kleineren Organisationen in diesem Sektor dem von den größten unterzeichneten Abkommen an. Es gibt Situationen, in denen Beamte und Privatrechtler zusammenarbeiten, da Änderungen des Rechtsrahmens für die Beschäftigung nur die Arbeitnehmer betreffen, die nach der Umwandlung des Versorgungsunternehmens in eine privatrechtliche Gesellschaft eingestellt wurden, während die bestehenden Mitarbeiter häufig ihren Status und ihre Rechte behalten. Besondere Maßnahmen können erforderlich sein, um diese Koexistenz zu ermöglichen, wie die Einrichtung einer öffentlichen Einrichtung, die Beamte beschäftigt, die für die privatrechtliche Gesellschaft arbeiten, oder Tarifverträge zur Harmonisierung oder Integration der Beschäftigungsvorschriften für die beiden Gruppen von Arbeitnehmern. Beispiele hierfür sind Belgien, Dänemark, Frankreich (für Französische Télécom-Beschäftigte) und Deutschland. Die Anwesenheit von Beamten ist in diesen Fällen alles andere als unerheblich oder marginal. So machen die "gesetzlichen Beschäftigten" bei Belgacom 70 % aller Beschäftigten aus, bei der Deutschen Telekom sind es 40 %. Sowohl die Praktiken des Personalmanagements als auch die Arbeitsbeziehungen müssen daher dieser Frage Rechnung tragen. Ein weiteres Land, in dem der Status des öffentlichen Dienstes auf die Beschäftigung im Privatrecht verlagert wurde, ist Norwegen, sowohl im Telekommunikations- als auch im Energiesektor (sowie im Verkehrssektor). In all diesen Ländern haben arbeitnehmerische Arbeitnehmer, die in den für die Netze zuständigen Stellen wie dem Stromübertragungsnetz beschäftigt sind, in der Regel den Status von Beamten behalten, da diese Stellen häufig im Bereich der öffentlichen Verwaltung verblieben sind.

Andere Vereinbarungen stellen ein Bekenntnis zur Beschäftigungssicherheit dar. So schloss beispielsweise die Vereinbarung über den Zusammenschluss von 2002, die zur Gründung von Vattenfall Europe, einem der vier führenden Stromerzeuger in Deutschland, führte, Kündigungen bis 2007 aus. In ähnlicher Weise schloss die Deutsche Telekom im März 2004 einen Beschäftigungspakt, der eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 34 Stunden mit einem unterproportionalen Lohnrückgang einführte und Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen bis 2008 ausschließt (DE0405205F). Es gibt einige weitere Entwicklungen, die erwähnenswert sind. Erstens gibt es im öffentlichen Personennahverkehr immer mehr Fälle von Franchising oder Vergabe von Dienstleistungen durch Kommunen an private Betreiber. Auch in diesem Sektor entstehen multinationale Unternehmen wie Arriva und Connex, die an lokalen Ausschreibungen teilnehmen oder lokale Betreiber erwerben können, wie dies vor allem im Vereinigten Königreich geschehen ist, aber auch in Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Slowenien, Spanien, Schweden und vor kurzem in Irland. Derzeit sind diese Erfahrungen nicht sehr weit verbreitet, aber wenn sich dieser Trend entwickelt, könnte er die Form des Sektors erheblich verändern, was auch erhebliche Folgen für die Beschäftigungsverhältnisse haben könnte. Die Entwicklungen in der Vertretungsstruktur und bei den Tarifverhandlungen sind weitgehend miteinander verknüpft. Was die Tarifverhandlungen betrifft, so lassen sich zwei Tendenzen erkennen. Erstens gibt es Beispiele für eine sich abzeichnende Fragmentierung der Verhandlungen und für die zunehmende Bedeutung von Vereinbarungen auf Unternehmensebene. Zweitens gibt es einige Anstrengungen, um diesen Trend durch eine Neukonfiguration der Vertretung, wie oben dargestellt, und die Schaffung neuer sektoraler Verhandlungsebenen umzukehren. Die Arbeitnehmer haben das Recht, ihren Vertreter für die Zwecke der Tarifverhandlungen zu wählen.

[7] Um eine echte Beteiligung an den Verhandlungsverhandlungsmöglichkeiten zu erleichtern, sollten den Arbeitnehmervertretern Die Vorbereitungen für die Verhandlungen ermöglicht werden. [8] Was die finanzielle Beteiligung betrifft, so gibt es viele Beispiele für Arbeitnehmerbeteiligungen, die in der Regel entweder zum Zeitpunkt der Privatisierung oder zur Unterstützung von Umstrukturierungsprozessen gegründet wurden, aber auch Teil spezifischer Unternehmenspolitiken sein können.

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